Anthropozän

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Das Anthropozän ist kurz gesagt alles Menschengemachte. Aus dem Griechischen ánthropos = Mensch und καινός = neu, wird er als Modebegriff der Epoche seit der absoluten Dominanz des Menschen über den Planeten verwendet.
Der Mensch ist dabei, neben beispeilsweise einer Eiszeit, jetzt ein geochronologischer Faktor der ein nachwirksam prägendes Bild auf die Erde hat.

Das Anthropozän als Nachfolger des Holozän?

2000 vom Niederländer Paul Crutzen eingeführt, wird der Begriff heute schon inflationär zur Zusammenfassung des Menschzeitalters verwendet, auch wenn bis Dato noch keine Entscheidung gefallen ist, ob unser aller Präsenz eine derart spürbare, geochronologische Nachwirkung hat. Die Hinweise sind jedoch unübersehbar. Nicht nur von Waldrodung ist die Rede, selbst das Vermischen der Tierrassen über den ganzen Globus dient als Argument.

Forscher sehen aber hauptsächlich die Änderung des CO2 Haushalts, als auslösendes Ereignis. Daher wird der Beginn des Anthropozäns auf etwa 1800 gesetzt – also dem Beginn der Industrialisierung – vorausgesetzt der Begriff wird offiziell eingeführt.

Bislang leben wir nämlich eigentlich noch im Holzän – der Warmzeitepoche, die etwa 10.000 vor Christus begann. Damals endete die letzte Eiszeit im Pleistozän.
Es sind durchaus einschneidende Veränderungen nötig, um ein neues geochronologisches Zeitalter beginnen zu lassen. Sollte das Menschgemachte ähnlich auswirkungsreich sein, ist das eine durchaus beträchtliche Leistung. Leider nur keine Gute, auch wenn in geochronologischen Maßstäben nicht mehr von gut oder schlecht die Rede ist.
Es ist ja nur gut oder schlecht für uns Menschen. Der Welt ist es egal. Oder?
Genau dieser Frage müssen sich die Forscher nun stellen. Hat der Mensch bereits eine derart einschneidende Veränderung in der Welt bewirkt?

tl;dr: Quick & Dirty
Das Anthropoän soll das Zeitalter der Erde bezeichnen, dass ab dem 19. Jdh mit der Industrialisierung begann. Ausschlaggebend für die Entscheidung, diesen Namen zu tragen, ist die Frage, ob das Werk des Menschen Auswirkungen in der Größenordnung einer Naturgewalt wie z.B. einer Eiszeit hat.

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